Wenn Sie die Welt durch die rosa Brille sehen, einfach mal blau machen und den grauen Alltag verlassen, dann sind Sie in der Wortwelt der Farben & Malerei. Malerische Wortlandschaften erwarten Sie hier mit den schönsten Facetten, Schattierungen und Mustern. Bekennen Sie also auch in Ihren Texten Farbe …
Diese Wortwelt bringt Farbe in Ihren Text. Sie können düstere Bilder zeichnen oder helle Stimmungen hervorrufen. Zusätzlich umgibt diese Wortwelt ein Hauch von Kunst. Verpassen Sie Ihrem Text also ein paar Farbspritzer und tun Sie was gegen den grauen Alltag Ihrer Leser. Doch passen Sie auf, dass Ihr Text nicht künstlich wirkt.
Wenn Sie einen Text in diese Metaphern-Palette tauchen, ändert sich der Hintergrund ihres Textes. Sie erzeugen eine Atmosphäre, eine Stimmung. Die Wahl der Farbe beeinflusst dabei die Aussage des Bildes. Ob dunkel oder hell, gibt dem Bild eine ganz andere Bedeutung. Als Texter sind die Worte ihre Farbtöne. Mit der passenden Wortwahl geben sie ihren Texten Farbe. Und genau wie beim Malen passen manche Farben und Worte nicht gut zusammen, während andere perfekt miteinander harmonieren.
Farben sind mit Vorsicht zu genießen – denn sie erwecken zum Teil sehr unterschiedliche Emotionen und Assoziationen beim Leser. Ein Beispiel: Viele Menschen verbinden mit der Farbe Rot Begriffe wie Liebe und Leidenschaft. Für andere wiederum ist die Farbe aber wortwörtlich ein rotes Tuch. Wenn sie Rot sehen, denken sie Blut, Wut und Zorn. Auch zwischen Kulturkreisen bestehen Unterschiede in der Bedeutung von Farben. In Japan beispielsweise ist weiße Kleidung ein Ausdruck von Trauer.
"Nun gehn die grau'sten Wege in das Grün hinein, die Winterwolke drückt nicht mehr die Fenster ein, des Himmels blaue Blume grüßt herein."
Max Dauthendey
"Zu diesem kam auch Justus, des Doktor Fausts und der schönen Helena Sohn, der selbst ein bildschöner Mensch war."
Gustav Schwab
"Blutrot über graue Weiden schwimmt der Mond."
Arno Holz
Rot sehen, grauer Alltag, ein rotes Tuch, grau in grau, blaumachen, gelb vor Neid, rosa Brille, blass bleiben, knallrot werden vor Scham, mit etw. oder jmdm. nicht grün sein, nachts sind alle Katzen grau, blau sein, jmdn. grün und blau schlagen, Farbe bekennen, Farbe ins Spiel bringen, etw. in den dunkelsten / leuchtendsten Farben malen, den roten Teppich ausrollen, die rote Liste, etw. rot anstreichen, der rote Planet, roter Faden, graue Eminenz, eine graue Maus, graue Theorie, die grauen Zellen, blauer Dunst, ins Blaue hinein, das Blaue vom Himmel versprechen, ins Blaue fahren, blaues Blut haben, ein blaues Wunder erleben, mit einem blauen Auge davonkommen, das Gelbe vom Ei, gelber Engel, keine(n) blasse(n) Schimmer / Ahnung von etw. haben, eine weiße Weste haben, sich weißwaschen, Schwarz-Weiß-Denken, jmd. grünes Licht geben, auf keinen grünen Zweig kommen, grüne Neune, im grünen Bereich, grünes Licht haben / geben, einen grünen Daumen haben, grüne Welle, Gezeichnet sein von etw., Aktien zeichnen, etw. hat sich abgezeichnet, Schlussstrich ziehen, etwas ausradieren, etwas
stiften, stiften gehen, etw. unterstreichen, den Teufel an die Wand malen, ausgezeichnet sein, dick auftragen, Abstriche machen, sich ein Bild von etw. machen, bildhaft schreiben, etw. in den schönsten Farben ausmalen, vom Tode gezeichnet sein, etw. geht jmdm. gegen den Strich, nach Strich und Faden lügen, auf den Strich gehen, jmdn. einen Strich durch die Rechnung machen, Strich in der Landschaft, jmdn. bauchpinseln, ein gutes Bild abgeben, von der Bildfläche verschwinden / auf der Bildfläche erscheinen, ein Bild von …, im Bilde sein
Wörter
Blutrot, malerisch, vordergründig, hintergründig, Kontraste, Facetten, Muster, Pinsel (einfältiger Mensch), Pinselstrich, Palette, Orangenhaut, Grauziffer, Schwarzmarkt, blauäugig, schwarz-weiß, Deckweiß, blauäugig, Grünschnabel, Schwarzmalerei, Schwarzfahren , Malerisch, zeichnen, Skizze, Entwurf, bildschön, bildhübsch, Bilderbuch-Beispiel, Einfaltspinsel
Die Redensart meint, dass zwei Dinge auf den ersten Blick identisch sind und sich kaum voneinander unterscheiden lassen. Aber warum grün? Wir haben einmal recherchiert und eine sehr überraschende Erklärung gefunden: Der Ausdruck kommt überhaupt nicht, wie es zunächst scheint, aus der Malerei.
Vielmehr stammt er aus der Frühzeit der Automobilbranche, als Opel 1924 den Kleinwagen "Laubfrosch" produzierte. Wie der Name auch vermuten lässt, war dieses Auto grün. Allerdings war dieses Fahrzeug nichts Neues auf dem Markt, sondern eher eine Kopie des französischen Citröen 5CV, der bereits 1921 vom Band lief. Nur war dieser gelb und der Opel eben nur "dasselbe in Grün".